Friedrich Winter II 1881 – 1943 Zeitleiste

Friedrich Winter II mein Urgroßvater

Zeitleiste Friedrich Winter (1881-1943)

Frühe Jahre und Berufsbeginn

1881 – Geburt in Mittelbexbach

25. November 1897 (16 Jahre alt) – Beginn der Bergmannslaufbahn am 16. Geburtstag

  • Erste Anfahrt als Bergmann bei Grube König
  • Wurde am 4. November 1897 von Dr. König als bergarbeitstauglich befunden
  • Erhielt sein erstes Knappschaftsbuch

Militärzeit – Grunddienst und Ausbildung

23. Oktober 1902 (21 Jahre alt) – Diensteintritt als Rekrut

  • Einberufung zum 2. Pionier-Bataillon, 2. Kompagnie
  • Truppenstammrolle Nr. 74 für 1902
  • Militärische Ausbildung mit Gewehr 88, Schießklasse 1

20. September 1904 – Entlassung zur Reserve

  • Nach zweijährigem Grunddienst

Reserveübungen und Familiengründung

1905 – Heirat mit Margaretha Weber

  • Margaretha Weber, geboren am 24. Januar 1884 in Mittelbexbach
  • Heirat am 1. März 1905 (vermerkt im Knappschaftsbuch am 21. März 1905)

2.-22. August 1906 – Erste Reserveübung

  • 21-tägige Reserve-Übung
  • Führung: sehr gut, keine Strafen

31. August – 20. September 1909 – Zweite Reserveübung

  • 21-tägige Reserve-Übung
  • Zusätzliche Ausbildung mit Gewehr 98
  • Führung: sehr gut, keine Strafen

5. April 1910 – Übergang zur Landwehr

  • Übertritt zur Landwehr 1. Aufgebots

Wohnortwechsel und weitere Militärübungen

1912 – Umzug nach Alsdorf

  • Abmeldung aus Zweibrücken am 24. September 1912
  • Abkehr von Grube König am 23. September 1912
  • Neue Adresse am 8. Oktober 1912: Kellersberg, Othbergstraße 34

11.-24. Juni 1913 – Landwehrübung

  • 14-tägige Landwehrübung bei Rheinisches Pionier-Bataillon Landwehr Kompagnie 8
  • Führung: sehr gut, keine Strafen
  • Entlassung nach Kellersberg, Kreis Aachen

1914 – Adresse: Kellersberg, Verbindungsstraße 6

Erster Weltkrieg – Kriegsdienst

12. August 1914 – Kriegsausbruch und Mobilmachung

  • Beginn des Kriegsdienstes

12. August 1914 – 9. September 1915 – Feldzug gegen Frankreich

  • Über ein Jahr an der Westfront

7.-11. Oktober 1915 – Donauübergang

  • Verlegung auf den Balkan

6. Oktober – 28. November 1915 – Feldzug in Serbien

  • Teilnahme an der Eroberung Serbiens

1. Dezember 1915 – 3. März 1916 – Aufmarsch an der griechischen Grenze

  • Vorbereitung für weitere Balkanoperationen

4. März – 15. Oktober 1916 – Kämpfe an der griechischen Grenze

  • Über sieben Monate im Kampfeinsatz
  • Malaria-Erkrankung während des Griechenland-Einsatzes
  • Die Malaria wird später zu seinem Tod 1943 beitragen

21. Oktober 1916 – 17. April 1917 – Kämpfe bei Monastir und an der Cerna

  • Intensive Kampfhandlungen auf dem Balkan
  • Fortsetzung der Balkanfront trotz Malaria-Erkrankung

17. April 1917 – Versetzung zum Ersatz-Bataillon

  • Überweisung zum Ersatz-Bataillon, Pionier-Bataillon 8
  • Zuteilung zur 2. Ersatz-Kompagnie am 27. April 1917

7. April 1917 – Auszeichnung mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse

  • Anerkennung für Tapferkeit im Feld

9. Juni 1917 – Arbeitsurlaub

  • Entlassung zur Arbeitsaufnahme beim Eschweiler Bergwerks-Verein in Kohlscheid
  • Zurückstellung bis 20. September 1917

Kriegsende und Nachkriegszeit

26. November 1918 – Kriegsende und Demobilmachung

  • Entlassung aus dem Heeresdienst wegen Demobilmachung
  • Anmeldung bei der Polizei Kellersberg

31. Juli 1919 – Rückkehr zur Bergarbeit

  • Beginn der Arbeit bei Grube Anna II

Nachkriegsleiden und Kampf um Anerkennung

1. Februar 1919 – 1. Januar 1920 – Erste Kriegsversehrtenrente

  • Rente von 10% wegen Kriegsdienstbeschädigung durch Malaria und Ischias
  • Nur einjährige Bewilligung

18. Juli 1924 – Antrag auf höhere Rente

  • Antrag beim Versorgungsamt Aachen wegen Verschlimmerung
  • Gutachten Dr. Bebenburg (Köln): 30% Erwerbsminderung durch Malaria und Ischias

24. November 1924 – Bewilligung 30% Rente

  • Versorgungsamt Aachen bewilligt 30% Rente ab 1. Juli 1924
  • Friedrich Winter geht in Berufung für höhere Rente

20. Februar 1925 – Gerichtsentscheid: 40% Kriegsversehrtenrente

  • Versorgungsgericht Aachen erhöht Rente auf 40%
  • Gerichtsarzt Dr. Viehöfer bestätigt: „Malarialeiden beeinflusst Allgemeinbefinden ungünstig“
  • „Herztätigkeit ist matt“ – deutliche Verschlechterung seit Kriegsende
  • Rückwirkende Zahlung ab 1. Juli 1924

3. Mai 1935 – Ehrenkreuz für Frontkämpfer

  • Verleihung des Ehrenkreuzes für Frontkämpfer (16 Jahre nach Kriegsende)

1943 – Tod in Alsdorf

  • Friedrich Winter stirbt im Alter von 62 Jahren
  • Tod als Spätfolge der Malaria-Erkrankung aus dem Griechenland-Feldzug (1916)
  • 27 Jahre nach der Infektion in Griechenland

Zusammenfassung der Kriegsteilnahme

Friedrich Winter diente insgesamt etwa 3 Jahre und 4 Monate im Ersten Weltkrieg, davon die meiste Zeit auf dem Balkan. Seine Laufbahn zeigt einen typischen Verlauf eines deutschen Pioniers, der sowohl an der Westfront als auch auf dem Balkan eingesetzt wurde. Seine Auszeichnung mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und die durchweg positive Bewertung seiner Führung („sehr gut“) sprechen für einen zuverlässigen und tapferen Soldaten.

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