Johannes Mathias Egener 1783 –

Ur-Ur-Ur-Ur-Großvater Johannes Mathias Egener

Johannes Mathias Egener

Zur Zeit als Friedrich der Große Preußen regierte, wurde am 17. Januar 1783 in dem kleinen Eifeldorf Rott mein Ur-Ur-Ur-Ur-Großvater Johannes Mathias Egener als Sohn des Schneiders Georg Peter E. und der Anna Catharina Born getauft. Er wurde in der dortigen kath. Kirche von dem Pfarrer Joh. Evangelist Schreiber getauft. Gelebt haben sie vermutlich in Mulartshütte.

Aus seiner Jugend weiß ich nichts zu berichten. Eine Schule hat er wie die meisten seiner Landsleute nicht besucht; die Schulpflicht wurde erst später eingeführt.

1792 wird noch seine Schwester Magdalena in Rott getauft. Gegen Ende des Jahrhunderts zieht die Familie nach Burtscheid, wahrscheinlich wegen der Arbeitsmöglichkeiten.

Dieser Umzug fiel zusammen mit der Machtübernahme durch die Franzosen. Es wurde vieles anders. Auch für Johannes Mathias Egener., der nun in Burtscheid wohnte und als Weber arbeitete.

Da war zum einen die Sprache. In Burtscheid ging Johannes Mathias nicht über den Bürgersteig, sondern übers Trottoir. Und bei Regen spannte man den Parapluie und nicht den Regenschirm auf. Ganz kompliziert war es mit der Zeitrechnung. Der bis dahin maßgebende gregorianische Kalender galt nicht mehr; die Franzosen führten den sogenannten Revolutionskalender ein. Dieser Kalender begann am 29.09.1792. Alle kirchlichen Feiertage waren abgeschafft. Die Woche hatte jetzt 10 Tage, die Stunde 100 Minuten und die Minute 100 Sekunden.

Johannes Mathias hat das wohl nie ganz verstanden. Für einen Arbeiter wie ihn war das auch nicht so wichtig. Frühling, Sommer, Herbst und Winter kamen sowieso; und an den Sonn- und Feiertagen ging man, obwohl die Franzosen es nicht so gerne sahen, nach wie vor in die Kirche.

Am 1.November 1807 erscheinen Jean Mathias Egener, so heißt er jetzt auf Französisch, und Anne Gertrude Pontz vor dem Adjoint et Officier de l’état civil de la commune de Borcette – heute würden wir sagen: vor dem Standesbeamten der Gemeinde Burtscheid – , um das Aufgebot zu bestellen.

Am 30.12. des gleichen Jahres werden sie von dem selben Beamten Hammer getraut. Monsieur und Madame Egener bekamen auch eine acte de mariage, eine Heiratsurkunde also, denn seit der Franzosenzeit werden Trauungen, Geburten und Sterbefälle auf dem Standesamt registriert und beurkundet. Gertrud ist die einzige, welche die Urkunde selbst unterschreiben kann

Der Vater, der jetzt George Pierre heißt, ist am 17.12., also kurz vor der Hochzeit verstorben.

Am 20.5.1808 bekommt die junge Familie ihr erstes Kind; es stirbt jedoch noch am gleichen Tag.

Ein Jahr später wird wieder ein Junge geboren, der den gleichen Namen wie der erste bekommt: Pierre Joseph.

Im Jahre 1812 klopfen Beamte der franz. Regierung an die Tür und führen eine Volkszählung durch. Die Familie wohnt St. Johann Nr. 63. Man hat Burtscheid in die Bezirke St. Michael und St. Johann eingeteilt und die Häuser durchnummeriert. Nr. 63 ist also das Haus in welchem folgende Personen leben:

Ehemann: Eygener, Jean Mathias (29) (man sieht wie leicht es zu einer falschen Schreibweise des Namens kommen kann, die dann manchmal beibehalten wurde)

Stand: Drapier

Ehefrau: Pons, Gertrude (23)

Kinder: Joseph (3), François (5M)

Sonst. Verwandte im Hause: Schwiegermutter Pons, Anne Catherine

Als 6. und letztes Kind wird am 5.8.1814 mein Ur-Ur-Ur-Großvater Grégoire Jean geboren.

Weitere Daten aus seinem Leben sind mir noch unbekannt.

Ernst Egener

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert